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Diabetische Retinopathie

Netzhautkontrolle und Behandlung bei Diabetes.

Was wir untersuchen und behandeln

Ein Diabetes kann die feinen Blutgefäße der Netzhaut verändern. Die Gefäßwände werden durchlässig, es entstehen kleine Aussackungen, Blutungen und Ablagerungen. Im weiteren Verlauf können sich neue, brüchige Gefäße bilden. In frühen Stadien merken Sie davon nichts, das Sehen bleibt zunächst unverändert. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen der Netzhaut Teil der Diabetesbehandlung.

Wir untersuchen die Netzhaut bei erweiterter Pupille und erstellen bei Bedarf eine Schichtaufnahme der Netzhautmitte (OCT), um eine Flüssigkeitsansammlung in der Makula (diabetisches Makulaödem) zu erkennen. Bei bestimmten Stadien behandeln wir mit Laser oder mit einer Medikamenteneingabe in den Glaskörper. Die wichtigste Grundlage bleibt die gute Einstellung von Blutzucker und Blutdruck, die Sie mit Ihrer Hausärztin, Ihrem Hausarzt oder der diabetologischen Praxis abstimmen.

Für wen

Für alle Menschen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2. Bei Typ 2 sollte die erste Netzhautuntersuchung zeitnah nach der Diagnose stattfinden, bei Typ 1 in der Regel ab dem fünften Jahr der Erkrankung. Wie oft die Kontrolle danach nötig ist, hängt vom Befund, von der Dauer des Diabetes und von der Einstellung ab. Bei einer Schwangerschaft mit Diabetes sind engere Kontrollen üblich.

Was Sie beachten sollten

Für die Untersuchung erweitern wir die Pupille mit Tropfen. Sie sehen danach mehrere Stunden verschwommen und sollten nicht selbst fahren. Wenn Sie die Tropfen vermeiden möchten, ist in vielen Fällen eine Fundusfotografie ohne Pupillenerweiterung möglich. Sie ist eine Selbstzahlerleistung; Einzelheiten stehen unter Selbstzahlerleistungen. Ob sie in Ihrem Fall aussagekräftig genug ist, besprechen wir vorher mit Ihnen.

Kosten

Die Netzhautkontrolle bei Diabetes sowie Laserbehandlung und IVOM bei medizinischer Notwendigkeit sind Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Fundusfotografie als Alternative zu den pupillenerweiternden Tropfen ist eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), die Sie selbst zahlen.

So läuft es ab

  1. Untersuchung

    Sehschärfe, Augeninnendruck und Untersuchung der Netzhaut bei erweiterter Pupille. Bei Bedarf eine Schichtaufnahme der Netzhautmitte (OCT).

  2. Bericht

    Mit Ihrem Einverständnis erhalten Ihre Hausärztin, Ihr Hausarzt oder die diabetologische Praxis einen Befundbericht.

  3. Behandlung bei Bedarf

    Je nach Stadium kommen eine Laserbehandlung der Netzhaut oder eine Medikamenteneingabe in den Glaskörper (IVOM) in Betracht. Eingriffe am Glaskörper erfolgen in einer Klinik.

  4. Verlaufskontrollen

    Die Kontrollen wiederholen wir je nach Befund, meist einmal im Jahr, bei unauffälligem Befund und gut eingestelltem Diabetes auch alle zwei Jahre.

Haben Sie Fragen oder möchten einen Termin?

Offene Sprechstunde Mo bis Fr, 07:30 bis 09:00 Uhr, ohne Termin.